Fünf neue Nistkästen für unsere Singvögel

Nistkästen Streuobstwiese Amperweg
Fünf neue Nistkästen brachten Diane von Hohnhorst und Urte Langer vom Arbeitskreis Natur und Landschaft der Agenda 21 Olching Anfang Februar an den Baum. Somit wurde ein erweitertes Wohnungsangebot den Meisenarten, Staren, Kleibern, Schnäppern, Hausrotschwänzen & Co rund um die Streuobstwiese im Amperweg angeboten.
Zuvor holten sich Diane und Urte fachliche Unterstützung für den jeweils richtigen Standort der Nistkästen bei Mitgliedern des Landesbund für Vogelschutz (LBV). So wurde bei der Anbringung auf wetterabgewandte Ostausrichtung geachtet und eine gewisse Höhe berücksichtigt, die eine ungestörte Jungvogelaufzucht gewährt. Speziell Stare brauchen einen freien Anflug auf ihre Nisthöhle. Noch wichtiger aber sei es, die Nistkästen nicht der prallen Mittagssonne auszusetzen. Nach Aufhängen der Nistkästen resümierte Urte, die seit Anbeginn die Streuobstwiese aktiv betreut, dass noch vor 12 Jahren sich der Blick auf die Obstbaumkronen konzentrierte, später dank Kräuterpädagogin, Christine Weiß, sich immer häufiger der Blick auf die Kräuter in der Wiese fokussierte und nun durch das Engagement der neuen Team-Kollegin, Diane, der Blick auch in die Lüfte lenkt, um die Vogelarten rund um die Streuobstwiese zu bestimmen. Die Streuobstwiese als ganzheitliches Projekt würde man in der Naturheilkunde sagen!
Mit der Anbringung der Nisthilfen wurde der Streuobstwiese eine weitere Attraktion hinzugefügt. Bisher sind dort zwei Insektenhotels, ein Kräuterhochbeet sowie ein Steinhaufen und eine Bienentränke entstanden. Auch stehen vier Beuten der Bio Imkerin, Adelheid Klein, im Hintergrund der Wiese, deren Bienen (neben all den anderen vielen Insekten) bei anfänglichen Frühlingstemperaturen ausschwärmen, um Nektar und Pollen der Blüten von umliegenden Sträuchern, Bäumen und Wiesenblumen zu sammeln. Nicht zuletzt von den über 30 Obstbaum-Hochstämmen überwiegend alter Sorten!
Nichtsdestotrotz braucht diese Idylle pflegende Hände, denn auch Insektenhotels benötigen über die Jahre einer Nacharbeitung, Obstbäume einen moderaten Auslichtungsschnitt, Steinhaufen sollen wachsen, Tränken gesäubert werden, die Wiese insektenfreundlich gemäht, bei Trockenperioden die durstigen Gehölze und Kräuter gegossen sein. Mit Unterstützung des Bauhofs bewältigt das Dreier-Team des AK Natur und Landschaft diese naturnahen Aufgaben Jahr für Jahr mit ehrenamtlichem Engagement und hat ganz nebenbei ganz wunderbare Erlebnisse mit Menschen, Flora und Fauna.
Geplant für dieses Jahr sind weitere Insektennisthilfen, Hummelnester, eine Reptilienburg und ein Sand-Areal für Erdhummeln neben einer kleinen „Wendl-Wiese“, aus überlassenem Saatgut von einer Wiese von der anderen Seite der Amper - autochthon sozusagen. Wir werden sehen, was daraus entsteht!
Aber vorerst darf man gespannt sein, welches Singvogelpaar sich wo eine Bleibe für die Brut im Laufe des Frühlings suchen wird! Wir jedenfalls liegen mit dem Fernglas auf der Lauer!
Urte Langer - Streuobstwiesenbetreuerin und Sprecherin
Agenda 21 Olching AK Natur und Landschaft Projekt Streuobstwiese

 

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