02.08.2021

Entwicklungsstand Graßlfinger Moos

Graßlfinger Moos

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Stadt Olching mit den rechtlichen Spielräumen für das Bauen im Graßlfinger Moos, insbesondere von Wohnnutzungen. Das Graßlfinger Moos ist dem so genannten „Außenbereich“ zugeordnet, der weitestgehend von Bebauung freigehalten werden soll und in dem bauliche Anlagen nur unter sehr strengen Bedingungen zulässig sind. Der Stadtrat hatte die Verwaltung beauftragt, nach Lösungen zu suchen, die eine gewisse Bebauung rechtssicher erlauben könnten.


Sechs Siedlungsbereiche im Graßlfinger Moos könnten die Anforderungen für eine behutsame städtebauliche Nachverdichtung erfüllen; dies hat ein Expertenteam aus Fachplanern und Juristen nun ermittelt. Das Rechtsinstrument hierfür wäre eine Außenbereichssatzung nach § 35 Abs. 6 Baugesetzbuch, zu der der Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung im März erste Überlegungen angestellt hat. Dieses planungsrechtliche Instrument böte erstmalig eine Perspektive zum erleichterten Bauen an einzelnen, bereits bebauten Stellen im Graßlfinger Moos. Mindestvoraussetzungen, die ein bebauter Bereich erfüllen müsste, um sich für die Satzung zu qualifizieren, sind, dass er nicht überwiegend landwirtschaftlich geprägt ist, und dass in ihm Wohnbebauung von einigem Gewicht vorhanden ist.


Für die sechs Siedlungsbereiche wurde in ersten Entwürfen der mögliche Verlauf einer Außenbereichssatzung skizziert. Für alle anderen Bereiche im Graßlfinger Moos bliebe es bei der Zulässigkeit nach § 35 BauGB, insbesondere für genehmigte bauliche Anlagen.


Neben ersten Überlegungen zu den Satzungsbereichen können weitere Informationen zum Graßlfinger Moos im Zeitraum vom 2. August bis 30. September hier eingesehen werden:


- Informationsblatt zur planungsrechtlichen Zulässigkeit von Vorhaben im Außenbereich
- Lageplan der möglichen Bereiche für Außenbereichssatzungen
- Karte zu landschaftlichem und städtebaulichem Entwicklungspotential
- Karte zu Infrastruktur und Bebauung
- Karte zu Schutzgebieten und schützenswerten Bereichen
- Karte zu übergeordneten Fachplanungen

 

Diese ersten Überlegungen sollen, sobald Corona dies erlaubt, auch nochmal der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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