Laudatio zur Auszeichnung des Gerüstbaus Strixner auf der FFB-Schau am 11.10.2014 in Olching

Gerüstbau Strixner ist für unsere Verhältnisse ein relativ junges Olchinger Unternehmen. Es wurde von Herrn Fritz Strixner, den wir heute aus­zeichnen, in seinen frühen Jahren gegründet, besteht inzwischen aber immerhin auch schon 17 Jahre. Es hat seinen Sitz auch nicht in einem Gewerbegebiet, sondern mitten im Graßlfinger Moos, sozusagen auf der grünen Wiese, wo sich übrigens 2 weitere, von uns schon früher geehrte, Betriebe befinden. Heute sind ca. 50 Mitarbeiter fest beschäftigt, sowie Teilzeitkräfte. Auszubildende bekommt man derzeit in diesem Beruf kaum, doch ist die Bereitschaft dazu da, diese auszubilden. Die Firma wurde 2012 in eine GmbH umgewandelt.

Die Geschäftsidee beruht auf dem neudeutschen Begriff „Outsourcing" und besagt, dass es wirtschaftlicher ist, Gerüste, die hierzulande für die Ausführung der Arbeiten an einer Außenfassade benötigt werden, von einer Spezialfirma aufstellen zu lassen, als diese aus eigenen Lager­beständen zur Baustelle zu transportieren und aufzubauen.

Erfolge stellen sich nicht von selbst ein. Neue Techniken werden vielfältig umgesetzt, die auch mithelfen wettbewerbsfähig zu bleiben. Es wird moderne Hard- und Software benutzt, überdurchschnittliche Vertretung im Internet ist gegeben, wo auch Mitarbeiter angeworben werden, Platt­formen sind auf Facebook oder What's App vorhanden, CAD-Zeichnungen für Angebote und Planungen werden eingesetzt, die Fahrzeuge können mit GPS verfolgt werden, etc.

Neben dem klassischen Gerüstbau sind die Geschäftsfelder kontinuierlich erweitert worden: Rollgerüste, Fluchttreppen, Winterbau, Wetterschutz, Bauaufzüge, Fangnetze, Behelfsbrücken für Fußgänger, Kabelbrücken, Messe- und Eventgerüstbau etc. werden überwiegend in München und Umgebung, also auch vor Ort, angeboten.

Gerüstbau Strixner ist vielen Olchingern gegenwärtig, ist doch unser Stadtzentrum derzeit total zugerüstet. Neben Privathäusern und Firmen wurde kürzlich der Kirchturm der katholischen Kirche, das Haus gegenüber mit der Drogerie Rossmann, die Sparkasse und weiter auf der Hauptstraße das Riedlhaus eingekleidet. Den Firmennamen „Strixner" sieht man zur Zeit auf vielen Baustellen in Olching und Umgebung.

Mitarbeiter werden vielfältig gefördert. So ist eine Ausstattung mit Schutz­ausrüstung gegeben, betriebliche Altersversorgung, vermögenswirksame Leistungen oder Vorschuss für Mitarbeiter sind kein Fremdwort, etc. Regelmäßig findet Training zur Höhenrettung auf dem Firmengelände statt. Die Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund (derzeit ca. 20 MA) oder die Weiterbeschäftigung im Büro, wenn eine Außentätigkeit nicht mehr möglich ist, ist vorbildlich. Verschiedene Events (z.B. Kartfahren, Grillfeier am See oder Weihnachtsfeier) fördern das Betriebsklima. Auch die Arbeitszeiten werden, nach Möglichkeit, den privaten Verhältnissen angepasst.

3 Photovoltaik-Anlagen sind auf den Dächern der Firma, aber auch auf dem Privathaus von Herrn Strixner ist dies vorzufinden, Halogenlampen wurden gegen Energiesparlampen ausgetauscht, Metall getrennt und recycelt, der Papierbedarf im Büro auf ein Minimum reduziert. Es werden Rechnungen, Angebote und Schriftwechsel, soweit möglich, per E-mail versandt oder die Rückseite von Papier als Notizzettel benutzt etc. Eine Pellet-Heizung hält das Büro warm, die auch mit Bauholz, das ja vielfältig anfällt, betrieben werden kann. Das Gymnasium wird ab und zu mit einem Rollgerüst für Events ausgestattet oder der TSV Esting mit Geld für T-Shirts unterstützt. Ortsansässige Firmen werden nach Möglichkeit für Arbeiten beauftragt. Derzeit sind 22 Fahrzeuge im Betriebseinsatz.

Wir sind der Ansicht, dass in diesem Olchinger Unternehmen Nach­haltigkeit vielfältig gelebt wird und somit diese besondere Auszeichnung verdient ist. Und ich habe ja schon vorher gesagt, dass wir zusätzlich andere Unternehmen, aber auch Privatpersonen, mit diesen Beispielen motivieren wollen, Nachhaltigkeit in ihrem Alltag zu integrieren. Auch Gerüstbau Strixner erprobt nach unserem Besuch schon wieder weitere Maßnahmen.

von Dr. Andreas Nentwig

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