Tag der Arbeit 1934
In Olchings Archiv finden sich abgesehen von den Zerstörungen nach dem schweren Bombenangriff am 22. Februar 1944 nur wenige Fotografien, die das Leben in Olching während der NS-Regierungszeit dokumentieren.
Anhand eines ausführlichen Berichtes im Nachrichtenblatt für Olching und Umgebung vom 2. Mai 1934 lassen sich jedoch die hier gezeigten Aufnahmen – Retrospektiven ohne explizite Angaben - sowohl zeitlich als auch thematisch genau zuordnen:
„… Der Nachmittag sah Olching nochmals auf dem Festplatz (1934 der Nöscherplatz vor dem Kriegerdenkmal, Anm. d. Red.). Ein Festzug sollte den Tag der deutschen Arbeit auch äußerlich symbolisieren. Derselbe bewegte sich vom Gasthof Ullmann (respektive Dorfstub‘n) weg durch Alt- und Neuolching. An der Spitze marschierte das Jungvolk, die Jungmädchen und der Bund deutscher Mädchen, die Hitlerjugend, dann folgten die Fahnenabordnungen und die Gemeindeverwaltung.
Den Mittelpunkt bildeten die verschiedenen Wagen und zwar der Bauernschaften der Gemeinden Olching und Geiselbullach-Graßlfing, der Holzstoff-Fabrik, der Eisenbahner, des Straßenbaues und ein Wagen des Schreinerhandwerk. Die Wagen trugen zweckentsprechend ernsten Charakter, entbehrten aber, wie der Wagen der Olchinger Bauernschaft mit den Dreschflegeln, doch nicht eines angemessenen Humors. Das bunte Bild wurde vervollständigt durch den Zug der Vertreter der verschiedenen Handwerke in Berufskleidung…“
Der Tag der Arbeit wurde in Olching in der Bahnhofrestauration (heute Ristorante Pico) unter den Klängen des N.S.- Streichorchesters mit dem Tanz in den Mai abgerundet.



