Kommunale Wärmeplanung
Wie kann die Wärmeversorgung in Olching künftig verlässlich und langfristig tragfähig organisiert werden?
Die Stadt Olching erstellt gemeinsam mit den Stadtwerken Olching und der Klima- und Energieagentur KLIMA³ einen kommunalen Wärmeplan. Untersucht wird, wie heute in Olching geheizt wird, welche Wärmequellen und Infrastrukturen vorhanden sind und welche Versorgungswege sich für die unterschiedlichen Bereiche der Stadt langfristig anbieten können.
Dabei werden sowohl die Weiterentwicklung des bestehenden Wärmenetzes als auch weitere Wärmequellen und Lösungen direkt an den einzelnen Gebäuden betrachtet. Die kommunale Wärmeplanung ist eine gesetzliche Aufgabe der Stadt. Nach dem Wärmeplanungsgesetz müssen Städte und Gemeinden dieser Größenordnung bis spätestens 30. Juni 2028 einen Wärmeplan vorlegen.

Gemeinsamer Auftakt zur kommunalen Wärmeplanung in Olching: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Olching, der Stadtwerke Olching und der Klima- und Energieagentur KLIMA³ (v.l.n.r.: Fridolin Felsche (SWO), Erster Bürgermeister Maximilian Gigl, Thomas Grulke (Geschäftsführer SWO), Dr. Edigna Kessel (Wirtschaftsförderung, Mobilität und Energie, Stadt Olching), Markus Brunnhuber (Bauamtsleiter Stadt Olching), Marie Hüneke (Projektleiterin Klima3), Andreas Weigand (Geschäftsführer Klima3), Amelie Schreiber (SWO)
Gut zu wissen
Der Wärmeplan betrachtet die Stadt und ihre unterschiedlichen Bereiche – nicht die einzelne Heizung.
Er zeigt auf, welche Versorgungswege räumlich grundsätzlich infrage kommen und welche Entwicklungen weiter untersucht werden sollten.
Er legt keine Heizungsart für einzelne Gebäude fest und ist auch keine Ausbau- oder Anschlusszusage für ein Wärmenetz.
Welche Heizlösung zu einem bestimmten Gebäude passt, hängt weiterhin vom Zustand und Wärmebedarf des Hauses sowie davon ab, welche Möglichkeiten vor Ort tatsächlich bestehen.
Energienutzungsplan
Landkreisweiter digitaler Energienutzungsplan als Basis für die Energiewende
Am 26.05.2025 wurde der digitale Energienutzungsplan (ENP) für den Landkreis in der Abschlussveranstaltung im Landratsamt Fürstenfeldbruck vorgestellt.
Für die Erstellung des digitalen Energienutzungsplans wurde das Dienstleistungsunternehmen ENIANO GmbH aus München beauftragt, welches bereits digitale Energienutzungspläne für die Landeshauptstadt München, die Landkreise München sowie Ebersberg und Berchtesgadener Land erstellt hat. Mit der zu erarbeitenden großflächigen Datenanalyse sollen Objekte und Energieinfrastruktur im Landkreis Fürstenfeldbruck mithilfe des digitalen 3D-Zwillings visuell abgebildet werden. Demzufolge stellt der Energienutzungsplan eine digitale Basis für die Umsetzung der Energiewende im Landkreis Fürstenfeldbruck dar. Teil des Projektes waren auch die Erstellung von ENPs für die einzelnen Kommunen, so auch für die Stadt Olching.
Unter einem Energienutzungsplan ist dabei ein erprobtes und erfolgreiches Instrument zur kurz- und mittelfristigen Initiierung und Umsetzung von Energieprojekten zu verstehen. Dieser stellt ein wesentliches Instrument zur Umsetzung der Energie- und Wärmewende innerhalb des Landkreises sowie der Kommunen dar.

