Das Feldkreuz am Golfplatz
Das Feldkreuz gehört mit zu den ältesten Flurdenkmälern in Olching. Bäckermeister Xaver Rackl gab es um 1900 in Auftrag, die Münchner Eisenwarenfabrik Kustermann fertigte die gusseiserne Christus- und Marienfigur.
Das Kreuz wechselte insgesamt drei Mal den Standort. Xaver Rackl platzierte es am neu erworbenen Grundstück an der Ecke Haupt- und Wolfstraße vor dem kleinen Wohnhaus von Bader Ludwig Port, das 1972 abgerissen wurde. Bei Fronleichnamsprozessionen baute man stets einen Altar vor dem Kruzifix auf. 1942 versetzte man das Feldkreuz auf ein landwirtschaftliches Rackl-Grundstück unterhalb des sogenannten Kaiserbergls an der Grenze von Olching nach Graßlfing. Dort kamen die Gläubigen von Geiselbullach über die Felder auf dem Kirchwegl zur Olchinger Pfarrkirche direkt am Kreuz vorbei.
Nach dem Bau des Golfplatzes 1984 stand das Feldkreuz ziemlich ungünstig mitten auf dem Sportplatz. Anlässlich der Restaurierung im Jahr 1997 wurde es in Richtung Golfplatz gedreht und einige Meter nach rechts versetzt. Die Familie Rackl ließ das Holz erneuern, die Figuren wurden von einem Münchner Malermeister restauriert. Um das Kupferdach kümmerte sich die Olchinger Firma Resch, einige Golfspieler halfen bei der Herstellung des neuen Fundaments. Obschon etwas versteckt gelegen, hat das Kreuz seitdem einen würdigen Standort erhalten und man kann dort in Ruhe verweilen.
Leider ist das andernorts nicht mehr der Fall, wie die kleine Ausstellung „Zefix“ im Bauerhofmuseum Jexhof noch bis 30. August mit Fotografien von Thomas Fiedler eindringlich belegt. Der Landkreis verliert mit der fortschreitenden und mannigfaltigen Beschädigung seiner Flurdenkmäler mehr und mehr seine kulturelle Identität




