Zwei Lichtspielhäuser für Olching 

Kaum zu glauben, aber in Olching gab es tatsächlich für einige Jahre zwei Filmtheater die von 1950 bis 1970 die große weite Welt in die damals noch eher beschauliche Gemeinde brachten.

Kino
Das „Central“ 1957. Festakt zur Einweihung und Übergabe der Wasserversorgungsanlage „Ampergruppe“.

Die „Zentrallichtspiele“ – kurz das „Central“ - in der Hauptstraße 60 wurden im September 1949 mit dem Film „Arabische Nächte“ eröffnet. Das Gebäude wurde innerhalb von drei Monaten nach den Entwürfen von Architekt Eisele durch ortsansässige Firmen wie Straßer, Höchendorfer, Strohmeier und Knoll erbaut. Otto und Sophie Forth aus Dachau waren die ersten Betreiber des Kinos, das in zwanzig Jahren nur zwei Mal den Pächter wechselte. Jede Woche gab es vier Filme zu sehen, darunter auch anspruchsvolle Werke wie den Politthriller „Z“. Der Sonntagnachmittag war für Kinder- und Jugendvorstellungen reserviert. Der Kinosaal wurde zudem für diverse Festakte und für Veranstaltungen der 1952 gegründeten vhs genutzt.

Kino
Die Bahnhofrestauration mit dem Aufgang zum Kinosaal im 1. Stock, um 1955

Die „Zentrallichtspiele“ – kurz das „Central“ - in der Hauptstraße 60 wurden im September 1949 mit dem Film „Arabische Nächte“ eröffnet. Das Gebäude wurde innerhalb von drei Monaten nach den Entwürfen von Architekt Eisele durch ortsansässige Firmen wie Straßer, Höchendorfer, Strohmeier und Knoll erbaut. Otto und Sophie Forth aus Dachau waren die ersten Betreiber des Kinos, das in zwanzig Jahren nur zwei Mal den Pächter wechselte. Jede Woche gab es vier Filme zu sehen, darunter auch anspruchsvolle Werke wie den Politthriller „Z“. Der Sonntagnachmittag war für Kinder- und Jugendvorstellungen reserviert. Der Kinosaal wurde zudem für diverse Festakte und für Veranstaltungen der 1952 gegründeten vhs genutzt.

Kino
Isa und Jutta Günther in den „Olchinger Lichtspielen“, 1950

Obwohl man mit niedrigen Preisen den Slogan „Mach dir ein paar schöne Stunden – geh ins Kino“ aufrecht zu erhalten versuchte, kamen Ende der 1960er Jahre nur noch 27 Besucher bei 297 Plätzen. Die monatlichen Pachtkosten konnten nicht mehr eingespielt werden, das Central wurde wie so viele andere Filmtheater in dieser Zeit am 12. Juli 1970 geschlossen. Nach Meinung der Jugendlichen, die sich eine teure Fahrkarte nach München nicht leisten konnten, war damit in Olching „überhaupt nichts mehr los“. Das Kinogebäude steht noch heute rein äußerlich nahezu unverändert und beherbergte diverse Einzelhandelsgeschäfte.